Ein Neugeborenes taucht in die Welt ausschließlich mit einem reichen Spektrum an Empfindungen ein. In den ersten Lebensmomenten fehlt ihm die Fähigkeit zum vernunftmäßigen Denken; stattdessen erlebt der Säugling das Leben im Hier und Jetzt, umgeben von einem Zustand der Glückseligkeit. Dieses tiefe Glückserleben ist stark geprägt von der zärtlichen Erwartung und dem Bedürfnis nach Mutterliebe sowie körperlicher und emotionaler Zuwendung.

Die Bedeutung dieser ersten Lebensmonate kann nicht hoch genug eingeschätzt werden. Wenn die Grundbedürfnisse des Neugeborenen nach Nähe und Zärtlichkeit unerfüllt bleiben – beispielsweise, wenn es nicht regelmäßig von der Mutter oder einer anderen Bezugsperson getragen und umsorgt wird, oder wenn es statt im elterlichen Bett isoliert in einem eigenen kleinen Bett schlafen muss – kann dies tiefgreifende Traumata verursachen. Die ersten sechs bis acht Monate sind besonders kritisch; in dieser Zeit sind kontinuierliche Liebe, Nähe und körperlicher Kontakt unerlässlich für die gesunde emotionale und psychische Entwicklung des Kindes.

Dieses frühe Stadium des Getragen- und Umarmtwerdens ist essentiell, da es das Fundament für das Vertrauen in die Welt und die zwischenmenschlichen Beziehungen des Kindes legt. Ein Mangel an physischer Nähe und Zuneigung in diesem kritischen Zeitraum kann langfristige Auswirkungen auf die Fähigkeit des Kindes haben, Bindungen einzugehen und zu pflegen. Es ist daher von größter Wichtigkeit, dass Eltern und Betreuer diese Bedürfnisse erkennen und darauf eingehen, um die Grundlagen für eine gesunde emotionale Entwicklung und ein erfülltes Leben zu schaffen.

 

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